Unterwegs auf der IGA 2017 in den Gärten der Welt

Auch wenn ihr vielleicht nicht den grünsten Daumen unter der Sonne habt, so solltet ihr euch die Internationale Gartenausstellung (kurz: IGA) in Berlin nicht entgehen lassen. Noch bis Oktober gastiert die IGA 2017 in den Gärten der Welt. Und hej, die Ausstellung gibt es nur alle 10 Jahre, also geht hin so lange ihr noch jung seid!

Wir sind im April nach Marzahn gepilgert und haben uns das IGA-Spektakel mal aus der Nähe angeschaut. Wir haben uns verhältnismäßig früh aus dem Bett gequält, da Marzahn nicht gerade um die Ecke von Kreuzberg ist. Zudem war es ein sonniger Sonntag und somit kamen durchaus auch noch 2-3 andere Menschen auf die Idee, die IGA zu besuchen.

Wir mussten glücklicherweise nicht lange anstehen (also Tipp für euch: Rafft euch auf und seid gegen 10.30 Uhr schon vor Ort). Die IGA hat zwei Haupteingänge: Den Haupteingang „Kienberg“, der direkt an der U-Bahn „Kienberg-Gärten der Welt“ liegt. Fun Fact: Diese Station wurde eigens für die IGA umbenannt; sehr zum Missfallen einiger Bewohner. Der zweite Haupteingang entspricht dem traditionellen Eingang der Gärten der Welt und ist besser mit Auto zu erreichen (oder diversen Busfahrten).

Wer keine Lust auf Anstehen hat, kann sich sein Ticket auch bereits im Vorfeld online kaufen (allerdings zzgl. einer Vorverkaufsgebühr). Wir haben lieber unsere 15 Minuten gewartet und sind dann für 20 Euro pro Person (18 Euro ermäßigt) direkt zur Seilbahn gehuscht, weil Seilbahn und so. Für die Seilbahn bezahlt ihr nichts mehr zusätzlich und könnt sie so oft fahren, wie ihr wollt. Das IGA -Gelände hat drei Haltestellen, bei denen ihr nach Belieben aus- und zusteigen könnt. Ich war überrascht, wie schnell sich die Seilbahn bewegt und hatte, als etwas Wind aufkam, zwischenzeitlich auch schon mal schwitzige Hände (etwas Höhenangst-bedingt). Aber alles gut gegangen. Bei windstillem Wetter bin ich der größte Fan von diesem Teil.

Da ich in Berlin groß geworden bin, kenne ich die Gärten der Welt durch diverse Klassenfahrten und Ausflüge bereits. Diese sind schon ohne die aktuelle IGA -Ausstellung absolut zu empfehlen. Ja, sie liegen ein wenig weiter draußen, aber ehrlich, es gibt dort so liebevoll gestaltete Themengärten. Diese findet ihr in der Art nicht noch einmal in Berlin. Meine Lieblinge sind nach wie vor der Koreanische und Japanische Garten.

Die IGA stellt nichtsdestotrotz eine schöne Erweiterung der Anlage dar. Der Wasser-Themenpark macht was her und die Aussichtsplattform „Wolkenhain“ ist auch famos. Dort stehen Ferngläser (kostenlos!), mit denen ihr bis zur Abhörstation auf dem Teufelsberg gucken könnt. Und hier sei noch mal betont, dass ihr euch in der hintersten Ecke Marzahns (kurz vor der Stadtgrenze) befindet und bis zum Teufelsberg schauen könnt: Das sind knapp 30km! Ich bin jedenfalls beeindruckt.

Was erwartet euch noch: Viele Spielplätze, auf denen man sich auch mit Ende 20 noch super bespaßen kann. Liegewiesen mit allen erdenklichen Sitz- und Abgammelgelegenheiten. Diverse Cafés und Restaurants, die angenehm unaufdringlich in die Themengärten integriert werden (z.B. ein legendäres Teehaus im Chinesischen Garten oder ein niedliches Café im Cottage Stil im Englischen Garten). Am Ende geht es natürlich bei der IGA um das „Kräftemessen“ zahlreicher Gartenvereine, insofern ist es natürlich selbstverständlich, dass gerade Garten- und Pflanzenliebhaber hier auf ihre Kosten kommen.

Also schaut vorbei; auf der IGA 2017 und ganz allgemein in den Gärten der Welt (wenn ihr es nicht schaffen solltet bis Oktober vorbeizufahren). Wir haben die 20 Euro vollends ausgekostet und fast fünf Stunden vor Ort verbracht. Danach waren wir platt, sind zurück in unsere Bezirke gedüst und haben den Tag mit unseren guten Freunden Netflix und Deliveroo ausklingen lassen.

Alle Infos zur IGA 2017 (Preise, Anfahrt, Öffnungszeiten) findet ihr übrigens auch hier. Die IGA habt ihr schon besucht oder ihr seid allergisch gegen so ziemlich jedes Kraut? Dann holt euch ein paar Tipps zu fotogenem Beton und Stahl in Berlin oder 5 Berliner Orte: Kleine Architektur Tour.

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Sarah

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