Unterwegs in der Welt: Algarve Foto Tour

Ich bin keine große Sonnenanbeterin, aber so ein paar warme Sonnen- und Sommerstunden im Jahr sind schon gut, um die Batterien mal wieder aufzuladen. Dieses Jahr war Berlin allerdings nicht so gnädig und meine Batterien blieben quasi leer. Allerdings nur bis Anfang September, denn da ging’s ab nach Portugal und Spanien für den „großen Urlaub“ im Jahr. Also lehnt euch zurück und flucht über die sommerlichen Bilder oder freut euch mit mir und holt euch ein wenig Anregung für schöne Orte an der Algarve mit der nachfolgenden Foto Tour.

Kein AirBerlin Bashing gleich zu Beginn. Insofern: Hinflug lief reibungslos (wurde jedoch mit Niki durchgeführt und nicht mit AirBerlin direkt) und der Blick kurz vor der Landung war wunderbar. Der Landstreife ist übrigens, wer hätte es gedacht, Portugal. Und weiter rechts geht’s dann quasi direkt, nach ein paar Kilometerchen, nach Afrika. Wir sind in Faro gelandet und der Anflug dorthin geht direkt übers Wattenmeer, wo zahlreiche – festhalten – Flamingos wohnen. Wenn ihr nicht pauschal bucht (das haben wir das erste Mal gemacht), dann fliegt u.a. Ryanair Faro auch zu relativ günstigen Preisen an.

Unser Hotel in Olhos De Água

Wir haben uns gegen die Partyhölle entschieden und uns ein Hotel zwischen Faro und Albufeira gesucht; im kleinen Örtchen Olhos De Água. Das Hotel PortoBay Falésia liegt direkt oben auf den Klippen und hat einen eigenen Zugang zum Strand. Und ja, der Strand ist wirklich wunderschön und, so hat man uns gesagt, der längste Strand der Algarve. Am Atlantik herrschen die Gezeiten (auf dem Bild sieht man die Ebbe) und somit verändert sich das Felsen- und Strandpanorama quasi stündlich. Das Wasser war wärmer, als wir es erwartet hatten, insofern konnten wir täglich in den Atlantik abtauchen. Wer allerdings ein Problem mit Wellenbaden hat, sollte vielleicht auf die Ebbe-Zeiten warten. Die Wellen können hier nämlich beachtlich hoch werden. Kein Vergleich zur Good Old Ostsee.

Oben rechts in der Collage seht ihr den Ausblick vom Hotel. Die Gartenanlage ist wirklich schön. Ich bin kein großer Freund von großflächigen Hotelanlagen. Aber das PortoBay hat sich viel Mühe gegeben, die natürliche Gestalt der Landschaft beizubehalten und den Gästen auf dem Gelände viele kleine Rückzugsorte errichtet. Mit guten Turnschuhen kann man auf den Felsklippen auch etwas umherwandern. Allerdings ist etwas Vorsicht geboten, da hier wenig gesichert ist. Man entdeckt an vielen Stellen abgetragene und herunter gebrochene Felsteile.Damit also möglichst viele Leute noch etwas vom Anblick haben, sollte achtsam mit der Landschaft umgegangen werden.

Olhos De Água ist, wie viele Orte an der Algarve, ein Fischerdorf. Das zeigt sich u.a. auch an den vielen kleinen blauen Fischerhäusern, die die wichtigsten Utensilien und Gerätschaften der Fischer beinhalten. Wenn sie nicht gerade praktische Behausungen sind, sind sie verdammt gute Fotomotive…

Rund ums Hotel

Das gute an der Lage des Hotels ist, dass man mit dem öffentlichen Bus und einer entspannten Einstellung zu Busplänen sehr gut die umliegenden Orte erkunden kann. Die Tickets sind erschwinglich und auf der Fahrt kann man das Hinterland der Algarve ganz gut erkunden. Wir haben u.a. Albufeira besucht. Beim ersten Versuch waren wir nicht sonderlich angetan. Die Stadt ist in der Hauptsaison (was der September glücklicherweise nicht mehr ist) ein kleiner Ballermann und wir mussten durch einige Querstraßen wandern bis wir die ruhigeren Ecken gefunden haben.

Insofern war der erste Eindruck leider nicht der beste (alles rein subjektiv natürlich). Aber (!) ein paar Tage später waren wir noch einmal in der Gegend und haben die pastelligsten Häuser der Algarve entdeckt. Am Hafen von Albufeira steht ein großer Wohnkomplex, der komplett (von der Fliese bis zum Hydrant) in perfekt abgestimmte Pastellfarben getüncht ist. Und wenn ihr von dort aus zurück in die Stadt lauft, geht’s durch einen weniger touristisch überlaufenen Teil der Stadt, der wirklich beschaulich ist. Packt Sonnencreme ein, denn von 11 bis 21 Uhr ist die Sonne ziemlich erbarmungslos und wir kamen mächtig ins Schwitzen und Versteckspielen vor der Sonne auf dem Weg zurück zur Bushaltestelle.

Aktivitäten an der Algarve: Delfine und Höhlen

Warum sind wir eigentlich überhaupt noch ein zweites Mal nach Albufeira gefahren? Wir sind dort vom Hafen zusammen mit zehn weiteren Menschen auf einem Speed-Schlauchboot mit einem Skipper und einer Meeresbiologin raus auf den Atlantik gerast (ja, gerast). Nach ungefähr 20km gab’s dann eine abrupte Kehrtwende und wir haben uns auf die Suche Delfinen gemacht. Und – ich grinse immer noch einträchtig und etwas grenzdebil, während ich das hier schreibe – wir haben eine Schule (musste gerade das Internet befragen, da ich dachte, dass man bei Delfinen von Rudel, Herde oä. spricht, aber nein, es heißt Schule) Delfine entdeckt und sind ein Weilchen zusammen mit ihnen gefahren. Es war ein so tolles Erlebnis so nah an den vielen Flippers dran zu sein.

Der zweite Teil der Bootstour bestand dann aus einer Entdeckungstour der Felsen und Höhlen der Algarve. Dabei ging’s unter anderem auch an der bekanntesten vorbei: Der Benagil Höhle. Wer auch vor Ort ist oder plant, einen Trip in die Gegend zu machen: Wir können definitiv die Touren von Dolphins Driven empfehlen.

Die unterschätzte Stadt: Ausflug nach Faro

Wir haben uns noch ein paar Mal in den Bus gesetzt und sind u.a. in Vilamoura ausgestiegen – muss man nicht unbedingt gesehen haben, es sei denn man steht auf Yachthafen und ein dezentes St. Tropez-Gehabe in einer Mega-Hotel-Umgebung. Ein weiterer Ausflug hat uns dann nach Faro gebracht (die Stadt, in der wir mit dem Flieger gelandet sind). Da die meisten Algarve-Urlauber hier landen und dann von dort aus zu ihren Urlaubszielen pilgern, fällt Faro irgendwie vom Radar. Das ist gut, denn so ist die Stadt weder überlaufen, noch besitzt sie die einschlägigen Flaniermeilen. Innerhalb der alten Stadtmauern verstecken sich kleine Restaurants, Gallerien und Fliesenmalereien. Und dazwischen mäßig viele Einwohner und noch weniger andere Touristen. Also wirklich ein entspanntes Städtchen.

Vor der Küste von Faro liegt das Wattenmeer, das zum Ria Formosa Nationalpark gehört. Einige Unternehmen bieten Ausflüge an, die mit dem Boot an den Inseln des Nationalparks entlang schippern. Aber – und das haben wir leider nicht geschafft – viel besser ist es, eine der ansässigen Fähren zu nehmen und sich einfach auf einer der Inseln absetzen zu lassen. Aber Achtung, vor allem weil Faro nicht so touristisch ist, sollte man hier die Fähren und Fahrpläne gut im Auge behalten, damit man auch wieder runterkommt. Sollte die Algarve noch einmal auf unserem Urlaubsplan stehen, werden wir definitiv das Gebiet von Ria Formosa nachholen. Wer jetzt schon Infos dazu braucht, kann mal hier vorbeischauen.

Acht Tage an der Algarve, zehntausend Sommersprossen und einen Sonnenbrand später sind wir dann noch mit dem Bus (2-3h Fahrt) nach Sevilla gedüst und haben dort noch 3 Tage verbracht. Bevor es ins mittlerweile herbstliche Berlin zurückging, haben wir uns dort noch lässigen 38 Grad und Wüstenwind hingegeben. Die Bilder von Sevilla gibt’s dann in einem anderen Blogpost.

Jetzt mach ich mir erst einmal einen Tee und suche meine Wärmedecke. Und wer in Berlin der Sonne ganz nah kommen will, kann dem Teufelsberg und der Abhörstation mal einen Besuch abstatten. Eva war vor einer Weile da und hat euch einen Lagebericht dazu geschrieben.

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Sarah

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3 Comments

  1. Antworten

    Malvina

    19/09/2017

    Liebe Sarah,

    Faro fand ich auch absolut schön! So viele, versteckte Ecken mit wuderschönen Mosaiken. War genau das richtige für mich.
    Von diesen Bootstouren bin ich nicht so begeistert. Mir bekommen hohe Wellen auf nem kleinen Schiff nicht sonderlich. Wir hatten allerdings die Hölentour mitgemacht. Schön, dass du Delphine gesehen hast! Das war sicherlich ein tolles Erlebnis!

    Lieben Gruß,
    Malvina

    • Antworten

      Sarah

      19/09/2017

      Hej Malvina,

      danke für Dein liebes Kommentar 🙂 Wir hatten wirklich Glück mit der Bootstour. Wir sind extra früh los, damit die Chance auf Delfine größer war. Auf Grund des Seegangs konnten wir leider nicht direkt in die Höhlen rein, aber schon von Außen waren sie toll anzusehen.

      Liebe Grüße,
      Sarah

  2. Antworten

    Lu

    31/10/2017

    Hey ihr Lieben!
    Super schöne Reiseeindrücke! Vor allem die Pastell-Siedlung in Albufeira muss ja der Knaller gewesen sein. Da kann man sich schön austoben! 🙂
    Liebste Grüße
    Lu

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